09 3rd, 2010

Mallorca ist flächenmäßig die größte Insel der Balearen und beherbergt etwa 850.000 Einwohner. Sie liegt im westlichen Mittelmeer, ca. 170 km entfernt von der Ostküste des Spanischen Festlandes. Die Amtssprachen sind Katalanisch und Spanisch, vereinzelt wird im Inselinneren auch noch Mallorquin gesprochen. Die Fläche der Insel beträgt etwa 3,6 Mio. Quadratkilometer und ist somit ungefähr viermal so groß wie Berlin. Der höchste Berg ist der Puig Major mit 1.445 Meter über dem Meeresspiegel.

Viele denken, wenn Sie Mallorca hören, sofort an den umgangssprachlichen Ballermann in S’Arenal, der auf Mallorca Ballearus bzw. Balneario heißt und nur in Höhe des Abschnittes Nummer 6 mit dem “Säuferimage” und dem Sangria aus Eimern gleich zu setzen ist. Aber Mallorca hat sehr viel mehr zu bieten, als nur diesen kleinen, wenige hundert Meter langen Strandabschnitt mit seinen Bars und Diskotheken. Alleine der Ballearus besteht aus 13 Abschnitten, von denen lediglich der sechste diesen allseits bekannten, in vielen Augen schlechten Ruf hat.

Eine Fahrt in den östlichsten Teil der Insel in die Stadt Porto Cristo ist sehr zu empfehlen. Hier gibt es die Coves del Drac oder auch die Drachenhöhle genannt. Dies ist eine riesige, unterirdische Tropfsteinhöhle, die sich über eine Länge von etwa 1.700 Meter erstreckt. Etwa ein Kilometer ist begehbar und es finden regelmäßig Besichtigungstouren statt. In dieser Höhle befindet sich auch der größte unterirdische See Europas. Sein Wasser ist kristallklar und auf ihm werden in nachgebauten venezianischen Gondeln, nur von blassem Lampenschein beleuchtet, Musiker von den Gondoliere über das Wasser gerudert. Elfengleich gleiten sie zu klassischen Klängen, live gespielt auf einer Orgel, Violinen und diversen Blasinstrumenten ansonsten in einer undurchsichtigen, unendlich scheinenden Dunkelheit über das kristallklare Wasser. Etwa einhundert Zuschauer auf einer einfachen Tribüne lauschen den zauberhaften Klängen.

Auf dieser wunderbaren Insel gibt es unzählige Reiseziele, die man nur schwerlich innerhalb einer Woche alle besuchen und besichtigen kann. Man kann sicherlich schon Jahre auf der Insel beheimatet sein und wird immer wieder etwas Neues entdecken, wenn man mit offenen Augen über die Insel geht.